Arbeits­zimmer Meldung

Ein Ober­arzt kann für die Büroräume im Ober­geschoss eines Zweifamilien­hauses, das er mit seiner Familie bewohnt, maximal 1 250 Euro im Jahr als Betriebs­ausgaben absetzen. Mehr muss das Finanz­amt nach einem Urteil des Bundes­finanzhofs in München nicht anerkennen (Az. VIII R 7/10).

Der Kläger brauchte das Büro, weil er nebenbei Einkünfte als Erfinder erzielte. Für die Privatwohnung im Parterre und die Arbeits­räume im Ober­geschoss hatte er separate Miet­verträge geschlossen. Das Büro war außerdem nur über einen eigenen Treppen­aufgang zu erreichen.

Trotzdem stuften die Richter die Arbeits­räume als häusliches Arbeits­zimmer ein, für das Miet-, Heiz-, Strom- und andere Wohnungs­kosten nur bis zur Höhe von 1 250 Euro im Jahr zählen. Die Distanz zur häuslichen Sphäre sei zu gering, denn der Treppen­aufgang zum Arbeits­zimmer sei nicht öffent­lich, da die Familie das Zweifamilien­haus allein nutze.

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