Auch wenn das Finanz­amt ein Arbeits­zimmer anerkennt – mit den Ausgaben für dazu­gehörige Neben­räume wie Küche, Flur und Bad lassen sich keine Steuern sparen, falls diese auch privat genutzt werden. Das entschied jetzt der Bundes­finanzhof (Az. X R 26/13).

Nur Arbeits­zimmer zählt

Geklagt hatte eine selbst­ständige Lebens­beraterin, die in einem Zimmer ihrer 88 Quadrat­meter großen Miet­wohnung Kunden telefo­nisch berät und astrologische Berechnungen durch­führt. Das Finanz­amt berück­sichtigte ihre Kosten für das Arbeits­zimmer entsprechend seines Größen­anteils an der Wohnung als Betriebs­ausgaben.

Andere Räume haben nichts mit Beruf zu tun

Die zusätzlich von der Klägerin angesetzten hälftigen Kosten für Küche, Bad und Flur lehnten die obersten Finanz­richter, wie die Vorinstanz, ab. Denn, so die Richter, die Nutzung von Küche und Bad habe nichts mit der Berufs­aus­übung zu tun. Eine Kosten­aufteilung sei unzu­lässig, wenn eine Trennung zwischen privater und beruflicher Nutzung nicht möglich sei.

Tipp: Nach welchen Kriterien Finanz­ämter prüfen müssen, wenn es um das Heimbüro geht, erklären wir in unserem Special Arbeitszimmer: Die Regeln des Finanzamts für das Heimbüro.

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