Normalerweise können Arbeitnehmer für ihr häusliches Arbeitszimmer höchstens 2.400 Mark in ihrer Steuererklärung angeben. Doch immer mehr gelingt es, mit Ausnahmen die strengen Maßstäbe zu durchbrechen. So bestätigte das Finanzgericht München, dass ein Service-Techniker im Außendienst über die 2.400-Mark-Grenze hinaus Kosten für das Arbeitszimmer angeben darf (Az. 1 K 1066/98, Revision beim BFH, Az. VI R 185/00). Das Büro zu Hause könne nach den Umständen des Einzelfalls auch bei einem Angestellten einer Computerfirma den Lebensmittelpunkt darstellen.

Keinen Erfolg hatte dagegen vorerst ein leitender Angestellter einer Sparkasse (Finanzgericht Münster, Az. 2 K 5471/98 E). Dass er wegen Termindrucks oder öffentlichen Betriebs in der Sparkasse auch zu Hause arbeiten müsse, liege nicht objektiv in seiner Tätigkeit begründet wie etwa bei Arbeitnehmern in Bereitschaftsdienst. Abzuwarten bleibt dennoch die Entscheidung des Bundesfinanzhofs (Az. VIR 162/00).

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