Arbeitszimmer Meldung

Viele arbeiten daheim für ganz verschiedene Jobs.

Wird ein Arbeitszimmer für verschiedene Jobs genutzt, kann das Finanzamt die Werbungskosten oder Betriebsausgaben für den Raum nicht mehr so leicht auf 1 250 Euro im Jahr begrenzen. Wenn der inhaltliche Schwerpunkt der gesamten Arbeit daheim im Arbeitszimmer liegt, müssen die Beamten alle Ausgaben voll anerkennen. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) in München entschieden (Az. VI R 27/02).

Der Kläger in dem Verfahren hatte zu Hause ein Arbeitszimmer für seine selbstständige Arbeit als Mitherausgeber und Autor juristischer Kommentare, mit der er im Streitjahr aber noch kein Geld verdiente. Außerdem arbeitete der Mann fest angestellt als Revisor bei einem Verband. Weil er dort keinen Arbeitsplatz hatte, archivierte er daheim im Arbeitszimmer auch vertrauliche Unterlagen aus der Revisionstätigkeit und schrieb zu Hause die Berichte für den Verband.

Der BFH hat seinen Fall an das Finanzgericht Rheinland-Pfalz zurückverwiesen. Das muss jetzt für jede der beiden Berufstätigkeiten prüfen, ob der Mann den qualitativen Schwerpunkt der Arbeit zu Hause erledigt. Dann müssen die Richter für die gesamte Arbeit entscheiden, ob das Arbeitszimmer zu Hause der Hauptarbeitsplatz ist. Ist das der Fall, kann der Revisor rund 9 459 Euro als Werbungskosten absetzen.

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