Bekommt ein Stellenbewerber eine Absage, weil der Arbeit­geber kein Zeugnis oder ein unan­gemessen formuliertes ausgestellt hat, kann es für den alten Chef teuer werden. So entschied das Arbeits­gericht Bremen-Bremerhaven (Az. Ca 1309/10). Der Arbeit­geber hatte seinem früheren Kollegen zunächst über­haupt kein Zeugnis ausgestellt. Der Mitarbeiter forderte es ein. Sein früherer Chef verpasste ihm mäßige Zensuren. Bei seiner Bewerbung als Assistent der Geschäfts­führung in einem anderen Unternehmen scheiterte der ehemalige Mitarbeiter aufgrund des schlechten Zeug­nisses. Vor Gericht bestätigte das auch der Arbeit­geber, bei dem er sich als Assistent beworben hatte. Der Arbeitnehmer konnte somit nach­weisen, dass ihm ein konkreter Schaden durch das zu schlechte Zeugnis entstanden war. Die Richter sprachen ihm Schaden­ersatz von rund 3 500 Euro zu.

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