Ein gefälschtes Zeugnis muss nicht zum Rauswurf führen. Das hat das Arbeitsgericht Frankfurt im Fall eines Mitarbeiters entschieden, der sich ein Zwischenzeugnis geschrieben und die Unterschrift des Chefs kopiert hatte. Die Sache flog auf, dem Mann wurde gekündigt. Dagegen klagte er erfolgreich. Das Gericht meinte: Eine Urkundenfälschung sei ein „außerdienstliches Fehlverhalten“, das nur dann ein Kündigungsgrund sei, wenn es das Arbeitsverhältnis beeinträchtige. Das sei hier aber nicht der Fall (Az. 7 Ca 263/10).

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