Unser Rat

Zwischenzeugnis. Nutzen Sie jede Gelegenheit, ein Zwischenzeugnis zu bekommen, auch wenn Sie nicht planen, das Unternehmen zu wechseln. Ein Zwischenzeugnis können Sie zum Beispiel verlangen, wenn Sie einen anderen Chef bekommen oder wenn Sie im Unternehmen die Stelle wechseln.

Check. Überprüfen Sie Ihr Arbeitszeugnis mit der Checkliste. Wollen Sie ein Zeugnis zusätzlich fachlich überprüfen lassen, sollten Sie sich an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht oder einen Zeugnisberater wenden. Zeugnisberatung bietet zum Beispiel die Gewerkschaft Verdi an. Für Mitglieder ist der Service kostenfrei.

Reklamation. Wenn Sie ein Zeugnis reklamieren, sollten Sie das schnell tun, nachdem Sie es erhalten haben. Sonst verlieren Sie Ihre Rechte. Hat Ihnen der Arbeitgeber nach Ihrem Weggang kein Zeugnis mit Leistungs- und Führungsbeurteilung („qualifiziertes Zeugnis“) ausgestellt, sollten Sie dies rasch einfordern.

Anwaltsuche. Spätestens für eine Klage auf Berichtigung des Zeugnisses sollten Sie einen Rechtsanwalt zurate ziehen. Über die Internetseite www.anwaltauskunft.de können Sie nach einem Fachanwalt für Arbeitsrecht in Ihrer Nähe suchen.

Zufriedenheitsfloskel. Seien Sie nicht zu sehr fixiert auf die Zufriedenheitsfloskel im Zeugnis. Sie ist zwar wichtig, aber Abwertungen können auch an anderer Stelle im Zeugnis stehen.

Aufhebungsvertrag. Wird Ihr Arbeitsverhältnis durch einen Aufhebungsvertrag beendet, sollten Sie auch den Wortlaut des Zeugnisses verhandeln und in den Vertrag aufnehmen lassen.

Buch. Mehr über die Tricks der Arbeitgeber und ausführliche Formulierungstipps für ein Arbeitszeugnis finden Sie im Buch Arbeitszeugnis (ISBN 978-3-938174-76-0). Sie können das Buch auch im Buchhandel für 9,90 Euro kaufen.

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