Unser Rat

Flexibilität. Arbeitszeitkonten bieten ­Ihnen als Arbeitnehmer die Möglichkeit, steuer- und sozialabgabenfrei Zeit- oder auch Geldwertguthaben anzusammeln. Gleichzeitig können Sie flexibler mit Ihrer Erwerbsarbeit umgehen. Sofern Ihr Arbeitszeitkonto irgendwann wieder auf null stehen muss, sollten Überstunden aber nicht zur Regel werden. Geleistete Stunden könnten ansonsten unvergütet verfallen, es sei denn, sie werden einem Langzeitkonto gutgeschrieben.

Betriebliche Altersversorgung. Sollen Wertguthaben auf einem Langzeitkonto in eine Betriebsrente umgewandelt werden, muss diese Möglichkeit vorher vereinbart worden sein. Eine bestehende Betriebsvereinbarung zu Arbeitszeitkonten kann um diese Option erweitert werden. Dann können künftige Wertguthaben für Betriebsrenten genutzt werden. Werden Betriebsrenten so angespart, können Sie sich sogar über das Jahr 2008 hinaus Sozialabgaben sparen.

Insolvenzschutz. Werden in Ihrer Firma Überstunden über längere Zeiträume auf Arbeitskonten angesammelt, fragen Sie nach, wie diese noch nicht vergütete Arbeitszeit im Insolvenzfall geschützt ist. Die Firmen sind inzwischen verpflichtet, Vorkehrungen zu treffen. Sprechen Sie darüber auch mit dem Betriebsrat.

Altersteilzeit. Haben Sie mit Ihrer Firma Altersteilzeit vereinbart, bei der Sie im Blockmodell ein Guthaben für eine spätere Freizeitphase erarbeiten, muss Ihr Arbeitgeber seit Mitte 2004 Kapital hinterlegen, um das Guthaben abzusichern. Eine bilanzielle Rückstellung oder die Zusage eines Mutterunternehmens, im Fall einer Pleite einzustehen, reicht nicht mehr aus. Sie haben auf diese Art der Insolvenzsicherung einen einklagbaren Anspruch.

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