Arbeits­zeit Rufbereitschaft ist für Feuerwehr­leute Dienst

Arbeits­zeit - Rufbereitschaft ist für Feuerwehr­leute Dienst
Während Rufbereitschaft schnell einsatz­bereit: Feuerwehr­leute. © Imago Images / Lausitznews / Philipp Mann

Rufbereitschaft ist Dienst­zeit. Das entschied das nieder­sächsische Ober­verwaltungs­gericht (Az. 5 LB 49/18) und gab damit zwölf Feuerwehr­leuten aus Oldenburg recht. Die Stadt müsse alle Stunden der Bereitschaft durch Frei­zeit oder finanziell ausgleichen, nicht nur diejenigen mit Alarm.

Bei den sogenannten Führungs­diensten hielten sich die Feuerwehr­leute außer­halb der Wache für einen möglichen Einsatz bereit. Dank Dienst­handy, Funk­alarm­empfänger und Dienst­fahr­zeug waren sie erreich­bar und in der Lage, bei Alarm zum Einsatz­ort zu fahren. Die Stadt hatte die Rufbereitschaft als dienst­freie Zeit einge­stuft und pauschal 12,5 Prozent der Stunden durch Frei­zeit oder Geld ausgeglichen. Nur Stunden mit Alarm wurden voll entlohnt. Das Verwaltungs­gericht Oldenburg hatte der Kommune zuvor recht gegeben.

Mehr zum Thema

  • Was zur Arbeits­zeit zählt Dienst­lich oder privat?

    - Bezahlt wird, wer für seinen Arbeit­geber tätig ist. Kleine Abweichungen sind erlaubt – auch im Home­office.

  • Arbeits­recht Irrtümer rund um den Job

    - Streit zwischen Beschäftigten und Arbeit­gebern beruht oft auf falschen Vorstel­lungen von Rechten und Pflichten. test.de klärt über häufige Irrtümer auf.

  • Über­stunden Was Chef und Arbeitnehmer beachten müssen

    - Hier lesen Sie, wann und wie viele Über­stunden der Chef anordnen kann, welche Regeln Beschäftigte beachten müssen und wann es tatsäch­lich kein Geld für Mehr­arbeit gibt.

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.