Arbeits­zeit Meldung

Arbeitnehmer müssen ihre Arbeits­zeiten zeit­nah aufschreiben. In Betrieben ohne Stempel­uhr, in denen jeder sein Kommen und Gehen selbst notieren muss, dürfen sie dies nicht tage­lang aufschieben. Erfahrungs­gemäß nimmt das Erinnerungs­vermögen ab, sodass es zu Fehlern kommen kann. Die gehen voll zulasten des Arbeitnehmers, urteilte das Landes­arbeits­gericht Rhein­land-Pfalz (Az. 10 Sa 270/12). Im konkreten Fall durfte ein Museum einer Mitarbeiterin frist­los kündigen. Ihre Versuche, falsch aufgeschriebene Zeiten mit fehlenden Anweisungen, Erinnerungs­lücken und Mobbing zu erklären, ließ das Gericht nicht gelten. Das Museum durfte erwarten, dass sie ihre Zeiten sofort in die Karte einträgt. Sonst gelten Fehler als Arbeits­zeit­betrug – ebenso wie absicht­liche Fehl­eingaben an der Stempel­uhr.

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