Für alle, die beruflich auswärts über­nachten: Die neue 48-Monate-Grenze

Arbeits­wege und Reise­kosten Special

Über­nachtungen auf Dienst­reisen sind teuer. Alle belegten Ausgaben für Hotel oder Pension in Deutsch­land hakt das Finanz­amt voll als Werbungs­kosten ab. Ab dem 49. Monat erkennt es aber seit 2014 maximal 1 000 Euro im Monat an. Nur so viel darf der Chef noch steuerfrei erstatten. Die anderen Reise­kosten zählen auch über die Frist hinaus.

Beispiel. Anna Lorenz arbeitet seit Mai 2010 auswärts beim Kunden in Köln. Bis Mai 2014 erstattet ihr Chef die Hotel­kosten voll steuerfrei. Ab Juni darf er maximal 1 000 Euro im Monat steuerfrei erstatten. Über­nimmt er mehr, muss Lorenz darauf Steuern zahlen.

Tipp: Unter­brechen Sie – aus welchen Gründen auch immer – die Auswärts­tätig­keit für mindestens sechs Monate, beginnt die 48-Monats-Frist neu.

Zweit­haushalt. Die Zweit­wohnung außer­halb des alten ersten Tätig­keits­ortes ist anerkannt, wenn Lebens­mittel­punkt und Hausstand am Heimat­ort bleiben. Im Monat zählen bis 1 000 Euro für Miete, Betriebs­kosten und Pkw-Stell­platz. Auch Kreditzinsen für Eigentums­wohnungen, Abset­zung für Abnut­zung (AfA) und Reparatur­kosten zählen. Achtung! Nicht ausgeschöpfte Beträge bis zur 1 000-Euro-Grenze lassen sich auf andere Monate über­tragen.

Bedingung. Die Zweit­wohnung muss beruflich nötig sein. Dafür spricht, wenn der Weg zur Arbeit von dort weniger als die Hälfte weit ist als von der Erst­wohnung. Ist die Erst­wohnung 40 Kilo­meter entfernt, darf die Zweit­wohnung maximal 19 Kilo­meter von der ersten Tätig­keits­stätte entfernt liegen.

Tipp: In den ersten drei Monaten können Sie die Verpflegungs­pauschale absetzen – bei 24 Stunden Abwesenheit 24 Euro pro Tag. Unter­brechen Sie die doppelte Haus­halts­führung wegen Krankheit, Urlaub oder aus anderen Gründen mindestens vier Wochen, beginnt die Drei­monats­frist von vorne.

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