Für alle ohne orts­feste Arbeits­stätte: Immer unterwegs mit hohen Verpflegungs­kosten

Arbeits­wege und Reise­kosten Special

Piloten, Kunden­dienst­monteure, Monta­gearbeiter, Berufs­kraft­fahrer – alle, die an keiner orts­festen Einrichtung arbeiten, punkten vor allem mit der Verpflegungs­pauschale. Sie können ab 8 Stunden Abwesenheit von daheim 12  Euro pro Tag ansetzen – unbe­grenzt, die übliche Drei­monats­frist entfällt.

Beispiel. Pflegerin Maria Ludwig fährt morgens um 8 Uhr los und kommt gegen 17 Uhr zurück. Das bringt ihr 2 760 Euro Verpflegungs­kosten: 230 Arbeits­tage x 12 Euro, da sie mehr als 8 Stunden unterwegs ist.

Fahrt­kosten. Bevor Ludwig zu Patienten fährt, holt sie im 50 Kilo­meter entfernten Stütz­punkt ihre Aufträge. Ihr Chef könnte den Ort als erste Arbeits­stätte fest­legen. Das tut er aber nicht, weil Ludwig dann weniger absetzen kann. Solange der Stütz­punkt als auswärtiger Ort zählt, kann Ludwig für die Fahrten mit ihrem Auto dorthin 6 900 Euro Reise­kostenpauschale abrechnen: 230 Tage x 2 x 50 km x 0,30 Euro. Zusammen mit den Verpflegungs­kosten hat sie bei 30 Prozent Steu­ersatz rund 3 057 Euro Ersparnis. Die Fahrt­kosten zu den Patienten ersetzt ihr der Chef.

Tipp: Fahren Sie nicht mit Ihrem eigenen Auto zum Stütz­punkt, kann es güns­tiger sein, wenn Ihr Chef den Ort als erste Arbeits­stätte bestimmt. Dann dürfen Sie auch als Mitfahrer oder Fußgänger 30 Cent je Kilo­meter der einfachen Wegstrecke absetzen.

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