Arbeitnehmer, die an ständig wechselnden Orten tätig sind, müssen sich nicht immer mit der Entfernungspauschale für den Weg zur Arbeit begnügen. Statt 30 Cent für jeden Entfernungskilometer (einfacher Weg) können sie häufig 30 Cent für jeden gefahrenen Kilometer ansetzen (siehe Tabelle „Nichts verschenken“).

Das erläutert die Oberfinanzdirektion Hannover (S 2351 - 172 - StH 214 S 2351 - 83 - StO 213): Fährt beispielsweise ein Bauarbeiter mit seinem Auto von zu Hause bis zu drei Monate lang 40 Kilometer zur Baustelle, darf er die Fahrtkosten wie bei einer Dienstreise abrechnen. Dann zählen die Kilometer für Hin- plus Rückweg und nicht nur die einfache Entfernung. Er kann 24 Euro pro Arbeitstag angeben (2 × 40 Kilometer mal 30 Cent).

Tipp: Wer kostenlos mit dem Firmenbus gefahren ist, sollte für die Zeit bis Ende 2003 die Entfernungspauschale abrechnen. Auch wenn das Finanzamt ablehnt, sollte er den Steuerbescheid in dieser Frage per Einspruch offen halten. Denn der Bundesfinanzhof muss darüber noch entscheiden (Az. VI R 70/03). Betroffene beantragen zugleich Ruhen des Verfahrens bis zur Entscheidung.

Ab 2004 gibt es generell keinen Abzugsbetrag mehr für Sammeltransporte.

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