Arbeitgeber dürfen einen Mitarbeiter nicht einfach an einen anderen Standort versetzen. Eine Klausel, wonach die Versetzung in Ordnung ist, wenn der neue Job seinen Kenntnissen und Fähigkeiten entspricht, ist unwirksam (Landesarbeitsgricht Köln, Az. 9 Sa 1099/06). Eine Filialleiterin war an einen anderen Standort versetzt worden und hatte sich mit Erfolg gewehrt.

Eine solche Klausel im Arbeitsvertrag sei nur gültig, wenn sie die Versetzung auf einen gleichwertigen Job vorsehe. Nimmt sie allein auf Fähigkeiten und Kenntnisse Bezug, sei sie unzulässig, weil sie eine Versetzung auf einen minderwertigeren Arbeitsplatz im Unternehmen möglich macht, sobald die Kenntnisse des Mitarbeiters abnehmen.

Damit unterlaufe die Regelung den Kündigungsschutz für Änderungskündigungen.

Beruft sich der Arbeitgeber auf sein Versetzungsrecht nach Paragraf 106 der Gewerbeordnung, muss er genau sagen, welche Aufgaben der Arbeitnehmer künftig übernehmen soll. Auch das war im vorliegenden Fall unterblieben.

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