Arbeits­unfall Meldung

Bei einem Arbeits­unfall hilft die gesetzliche Unfall­versicherung. Das ist die Rechts­lage. Wird ein Arbeits­unfall nicht als solcher anerkannt, können sich Arbeitnehmer wehren. Ein Wider­spruch kostet nichts. test.de sagt, was im Falle eines Falles zu tun ist.

Arbeit­geber muss Unfall melden

Mehr als eine Million Arbeits­unfälle passieren jedes Jahr in Deutsch­land. Verletzte Arbeitnehmer sollen optimal versorgt und entschädigt werden. Der Arbeit­geber muss den Unfall bei der gesetzlichen Unfall­versicherung melden, wenn ein Arbeitnehmer dadurch mehr als drei Tage arbeits­unfähig wird. Wichtig: Diese Verletzten bekommen zum Beispiel leichter Termine bei Fach­ärzten und eine bessere Behand­lung im Kranken­haus.

Arbeitnehmer sollten nach­haken

Oft melden Arbeit­geber Unfälle aber nicht. Daher sollten geschädigte Arbeitnehmer beim Arbeit­geber nach­haken und im Zweifel selbst den Unfall bei der gesetzlichen Unfall­versicherung melden. Ein Formular dafür bekommen sie beim Durch­gangs­arzt. Das ist ein von den Trägern der Unfall­versicherung bestellter Fach­arzt für Chirurgie und Ortho­pädie mit besonderen Kennt­nissen auf dem Gebiet der Unfall­medizin. Jeder Arzt ist verpflichtet, Patienten, die als Folge eines Arbeits­unfalls behandelt werden müssen, zum Durch­gangs­arzt zu schi­cken.

Bei Ablehnung Wider­spruch

Will der zuständige Unfall­versicherungs­träger den Unfall nicht als Arbeits­unfall anerkennen, muss er nicht nur den Arzt, sondern auch den Arbeitnehmer darüber informieren. Dieser kann inner­halb eines Monats Wider­spruch einlegen. Das kostet nichts. Im Jahr 2014 gab es mehr als 30 000 Wider­sprüche.

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