Arbeits­unfall Meldung

Ein Mann, der auf dem Heimweg von der Arbeit einen Umweg über die Land­straße nahm, bekommt nach einem schweren Unfall kein Geld vom betrieblichen Unfall­versicherer. Wegen des Umwegs handle es sich nicht um einen Arbeits­unfall, argumentierte der Versicherer. Das Sozialge­richt Heilbronn und das Landes­sozialge­richt Baden-Württem­berg gaben dem Versicherungs­unternehmen recht (Az. L 2 U 3378/11).

Der Mann fuhr mit dem Fahr­rad auf einer Land­straße von der Arbeit nach Hause und wollte nach links in einen Feldweg abbiegen. In diesem Moment über­holte ihn eine Auto­fahrerin und dann passierte es: Sie erfasste den Fahr­radfahrer, er wurde schwer verletzt.

Der Mann meldete den Vorfall dem betrieblichen Unfall­versicherer und gab an, dass der kürzeste Arbeitsweg entlang der Bundes­straße führe, dass er auf dem Rückweg aber gerne die Land­straße benutze. Die Unfall­versicherung kam zu dem Ergebnis, dass sowohl Land- als auch Bundes­straße gleich gefähr­lich seien, es aber deutlich kürzere Alternativen gebe als den Weg über die Land­straße.

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