Bowling. Unfälle sind bei Betriebs­ver­anstaltungen versichert.

Auch wenn es für die meisten ein Frei­zeit­vergnügen ist: Bowling kann auch Arbeit sein, bei der die Berufs­genossenschaft für Unfall­schäden gerade­stehen muss. So hat das Sozialge­richt Aachen entschieden (Az. S 6 U 135/16, Urteil nicht rechts­kräftig). In dem verhandelten Fall hatte ein Versicherter an einer mehr­tägigen betrieblichen Veranstaltung eines Part­ner­unter­nehmens seines Arbeit­gebers teil­genommen. Im Rahmen dieser Veranstaltung fand ein Bowlingturnier zwischen sämtlichen Teilnehmern statt. Dabei rutschte der Versicherte auf der Bahn aus und renkte sich die Schulter aus. Die Berufs­genossenschaft wollte nicht zahlen. Sie befand, der Versicherte habe sich beim Bowling privaten Belangen gewidmet. Das Sozialge­richt hingegen urteilte, das Turnier sei fester Programm­punkt der Veranstaltung und damit Neben­pflicht des Arbeits­verhält­nisses gewesen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 2 Nutzer finden das hilfreich.