Arbeits­recht Unwirk­sam versetzt – Anspruch auf Schaden­ersatz

15.05.2018

Ein Arbeitnehmer hat nach einer unwirk­samen Versetzung durch seinen Arbeit­geber Anspruch auf Schaden­ersatz für die Anmietung einer Zweit­wohnung und Teile der Heim­fahrten, so das hessische Landes­arbeits­gericht. Ein Metall­baumeister – zuletzt Betriebs­leiter des südhessischen Stand­orts eines Tischler- und Montage­unter­nehmens – war in die zirka 480 Kilo­meter entfernte Nieder­lassung in Sachsen versetzt worden. Er folgte der Aufforderung zwar, klagte dann aber erfolg­reich gegen die Versetzung. Etwa zwei Jahre später konnte er an seinen alten Stand­ort zurück. Während seines Einsatzes in Sachsen mietete er eine Zweit­wohnung an und pendelte regel­mäßig am Wochen­ende zwischen Haupt- und Zweit­wohnung. Nach rechts­kräftigem Urteil klagte er erneut – diesmal auf Schaden­ersatz. Das Gericht sprach ihm die Erstattung der Miet­kosten, Fahr­kosten nach dem Wert einer Zugfahrt an jedem zweiten Wochen­ende und – für den höheren Aufwand – einen monatlichen Ausgleich von 236 Euro zu (Az. 10 Sa 964/17, Revision einge­legt beim BAG, Az. 5 AZR 125/18).

15.05.2018
  • Mehr zum Thema

    Arbeits­recht Wann Ihnen Sonder­urlaub zusteht

    - Wer heiratet oder Vater wird, muss dafür keine Urlaubs­tage abzwa­cken. Dafür gibt es Sonder­urlaub. Hier lesen Sie, wann eine bezahlte Frei­stellung in Frage kommt.

    Arbeits­recht Dienst­wagen zu Unrecht zurück­gefordert

    - Ein Arbeit­geber darf ein arbeits­vertraglich zugesichertes Firmen­auto nicht ohne Weiteres wieder zurück­fordern. Eine Klausel im Arbeits­vertrag, die den Chef...

    Arbeits­recht Gräber verwechselt — frist­lose Kündigung

    - Eine Kirchen­gemeinde im Bergischen Land hat einem Friedhofs­gärtner zu Unrecht frist­los gekündigt. So urteilte das Ober­landes­gericht Düssel­dorf (Az. I-21 U 38/19)....