Ein Arbeitnehmer hat nach einer unwirk­samen Versetzung durch seinen Arbeit­geber Anspruch auf Schaden­ersatz für die Anmietung einer Zweit­wohnung und Teile der Heim­fahrten, so das hessische Landes­arbeits­gericht. Ein Metall­baumeister – zuletzt Betriebs­leiter des südhessischen Stand­orts eines Tischler- und Montage­unter­nehmens – war in die zirka 480 Kilo­meter entfernte Nieder­lassung in Sachsen versetzt worden. Er folgte der Aufforderung zwar, klagte dann aber erfolg­reich gegen die Versetzung. Etwa zwei Jahre später konnte er an seinen alten Stand­ort zurück. Während seines Einsatzes in Sachsen mietete er eine Zweit­wohnung an und pendelte regel­mäßig am Wochen­ende zwischen Haupt- und Zweit­wohnung. Nach rechts­kräftigem Urteil klagte er erneut – diesmal auf Schaden­ersatz. Das Gericht sprach ihm die Erstattung der Miet­kosten, Fahr­kosten nach dem Wert einer Zugfahrt an jedem zweiten Wochen­ende und – für den höheren Aufwand – einen monatlichen Ausgleich von 236 Euro zu (Az. 10 Sa 964/17, Revision einge­legt beim BAG, Az. 5 AZR 125/18).

Dieser Artikel ist hilfreich. 2 Nutzer finden das hilfreich.