Arbeits­recht Meldung

Ein Arbeit­geber kündigte einer Frau in der Probezeit. Kurz darauf legte sie ein Attest ihres Arztes vor, dass sie schon schwanger gewesen sei, als sie die Kündigung erhielt. Sie forderte darauf­hin von ihrem Chef, die Kündigung zurück­zunehmen. Dieser weigerte sich. Erst als der Betriebs­arzt die Schwangerschaft bestätigt hatte, nahm der Chef die Kündigung tatsäch­lich zurück. Denn: Schwangere genießen bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung einen Sonderkündigungs­schutz.

Die Arbeitnehmerin ging trotzdem vor Gericht, weil sie sich als Frau benach­teiligt fühlte. Sie verlangte drei Brutto­monats­gehälter als Entschädigung von ihrem Chef. Doch das Bundes­arbeits­gericht entschied anders. Da der Arbeit­geber nach­weislich erst nach der Kündigung von der Schwangerschaft erfahren habe, wies es die Klage der Frau zurück (Az. 8 AZR 742/12).

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