Stirbt ein Beschäftigter, geht sein Urlaubs­anspruch auf seine Erben über. Der Arbeit­geber muss den Erben dann einen finanziellen Ausgleich zahlen.

Im betreffenden Fall verurteilten die Richter am Bundes­arbeits­gericht das Land Sachsen, den Erben eines angestellten Lehrers 2 218 Euro zu zahlen. Der Lehrer hatte aus der Zeit seiner Krankheit noch Anspruch auf 25 Tage Urlaub. Er war inzwischen aber verstorben, sodass der Anspruch auf seine Erben überge­gangen ist (Az. 9 AZR 170/14).

Hintergrund: Arbeitnehmer, die lange krank sind, haben auch für diese Zeit Anspruch auf Urlaub. Er verfällt erst nach dem 31. März des über­nächsten Jahres, so die Richter.

Tipp: Mehr zum Thema lesen Sie im Special Lange krank und die Folgen (Finanztest 5/2016).

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