Beschäftigte müssen ihrem Arbeit­geber nicht ihre private Hand­ynummer über­lassen, entschied das Landes­arbeits­gericht Thüringen. Ein kommunales Gesund­heits­amt verlangte für Bereit­schafts­dienste die private Hand­ynummer einer Mitarbeiterin. Sie wollte nur ihre Fest­netz­nummer über­lassen und kassierte dafür eine Abmahnung. Zu Unrecht, so das Gericht. Mit der Hand­ynummer könne der Chef den Mitarbeiter fast immer und über­all erreichen. Der könne dann nicht mehr wirk­lich zur Ruhe kommen. Das sei ein erheblicher Eingriff in die Persönlich­keits­rechte (Az. 6 Sa 442/17).

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