Arbeitsrecht Meldung

Wer während der Arbeitszeit privat im Internet surft, muss deshalb nicht gleich um seinen Arbeitsplatz bangen. Selbst einem Mitarbeiter, der in einem einzigen Jahr satte 100 Stunden lang auf Kosten der Firma im Web unterwegs war, durfte der Chef nicht fristlos kündigen, urteilte das Arbeitsgericht Wesel (Az. 5 Ca 4021/00). Stattdessen hätte das Unternehmen vorher ein ausdrückliches Verbot aussprechen und bei Verstoß dagegen den Surfer abmahnen müssen.

Achtung: Viele Firmen setzen Computerprogramme ein, mit denen die Internetzugriffe jedes einzelnen Mitarbeiters detailliert verfolgt werden können. Ob dieses Vorgehen erlaubt ist, ist unter Juristen umstritten. "Zumindest muss die Zustimmung des Betriebsrats vorliegen", meint Tobias Strömer, auf Onlinerecht spezialisierter Anwalt in Düsseldorf: "Gesicherte Rechtsprechung gibt es aber bisher nicht."

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