Eine Kirchen­gemeinde im Bergischen Land hat einem Friedhofs­gärtner zu Unrecht frist­los gekündigt. So urteilte das Ober­landes­gericht Düssel­dorf (Az. I-21 U 38/19). Der Mitarbeiter hatte zwei Gräber verwechselt und war dabei auf Leichen­teile gestoßen, die er in einem Müll­container entsorgte. Die Gemeinde kündigte ihm frist­los.

Das Gericht entschied, dass sich der Mann zwar der Störung der Totenruhe schuldig gemacht hatte, eine frist­lose Kündigung aber nicht gerecht­fertigt sei. Er hatte mehr als 25 Jahre bean­standungs­frei für die Gemeinde gearbeitet. Jetzt hat er Anspruch auf das Gehalt für das halbe Jahr, das zwischen der frist­losen Kündigung und dem frist­gerechten Ende seines Vertrags liegt.

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