Arbeits­recht Meldung

Das Bundes­arbeits­gericht urteilte gegen Torwart Heinz Müller.

Fußball­ver­eine dürfen mit ihren Profispielern immer wieder zeitlich begrenzte Arbeits­verträge abschließen. Der frühere Torwart des Bundes­ligaver­eins Mainz 05, Heinz Müller, verlor vor dem Bundes­arbeits­gericht (Az. 7 AZR 312/16). Er war der Ansicht, die Befristung seines Arbeits­vertrags sei unwirk­sam. Doch im Arbeits­recht sind befristete Folge­verträge möglich, wenn eine besondere Eigen­art der Arbeits­leistung vorliegt. Bei Profifuß­ballern sind das Unsicherheiten wie Verletzungs­gefahr, Form­schwächen oder dass ein Spieler plötzlich nicht mehr ins taktische Konzept des Trainers passt. Auch die Notwendig­keit, laufend ältere Spieler durch jüngere zu ersetzen, hatte die Vorinstanz, das Landes­arbeits­gericht, bereits als Besonderheit gewertet, ebenso das „Abwechs­lungs­bedürfnis des Publikums“, das auch bei Schauspielern befristete Verträge recht­fertigt.

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