Frei­gestellte Angestellte dürfen nicht grund­los von Betriebs­ver­anstaltungen ausgeschlossen werden, urteilte das Arbeits­gericht Köln (Az. 8 Ca 5233/16).

Ein leitender Mitarbeiter, der lange bei einem Betreiber eines Seniorenzentrums angestellt war, hatte eine Frei­stellung über mehr als zwei Jahre vereinbart. Von Januar 2016 bis zum Renten­eintritt im Februar 2018 erhält er sein Gehalt, ohne zu arbeiten. Beim Abschluss der Vereinbarung wurde versichert, dass er weiterhin an Betriebs­feiern teilnehmen darf. Bei der Karnevals­feier im Februar 2016 war er noch dabei, zu einem Betriebs­ausflug lud ihn sein Betrieb ebenfalls ein. Ein neuer Vorstands­vorsitzender teilte ihm jedoch später mit, dass er dabei nicht erwünscht sei. Der Mitarbeiter zog vor Gericht und pochte darauf, bis zur Rente mitfeiern zu dürfen. Die Richter gaben ihm recht: Der Gleichbe­hand­lungs­grund­satz gilt auch bei Frei­stellung. Arbeit­geber dürfen niemandem grund­los die Teil­nahme an Betriebs­ver­anstaltungen verweigern.

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