Seit dem 1. Mai reicht ein wutentbranntes "Sie sind gefeuert!" nicht mehr aus, um einen unliebsamen Angestellten loszuwerden. Eine neue Regelung im Arbeitsrecht legt fest, dass nur noch die schriftliche Kündigung mit Namensunterschrift gültig ist. Dies gilt auch für Altverträge, die schon vor dem 1. Mai geschlossen wurden.

Telegramm, Fax oder E-Mail reichen nicht aus. Genauso wenig darf der Name der Unterschrift abgekürzt werden. Dieses so genannte "Arbeitsgerichtsbeschleunigungsgesetz" gilt sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer.

Bisher war die mündliche Kündigung eines Arbeitsverhältnisses genauso wirksam. Im Streitfall stellte sich die Beweisführung vor Gericht allerdings oft als sehr kompliziert heraus, weshalb man die neue Regelung einführte. Auch Befristungen oder Auflösungsverträge müssen künftig schriftlich festgehalten werden. Allerdings gelten hier die Altverträge weiter. Eine zum Beispiel im April 2000 mündlich vereinbarte Befristung des Arbeitsverhältnisses ist also auch über den 1. Mai hinaus gültig.

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