Arbeits­platz daheim Meldung

Es bleibt dabei: Kosten für die Arbeits­ecke zählen nicht.

Arbeitnehmer, die ihre Kosten für ihr Arbeits­zimmer daheim absetzen wollen, müssen weiterhin strenge Voraus­setzungen erfüllen. Der Bundes­finanzhof hat eine Lockerung der Regeln abge­lehnt. Geklagt haben Steuerzahler, die ihre anteiligen beruflichen Kosten absetzen wollten. Doch die Ausgaben zählen nur, wenn der Raum zu mindestens 90 Prozent zum Arbeiten dient. Es muss auch nach wie vor ein abge­schlossener Raum sein. Demnach fällt eine Arbeits­ecke im Wohn­zimmer durch das Raster. Das hat der große Senat des Bundes­finanzhofs (BFH) entschieden (Az. GrS 1/14).

Maximal zählen 1 250 Euro im Jahr als Werbungs­kosten. Bedingung ist, dass der Chef keinen Arbeits­platz für die Arbeiten zur Verfügung stellt, die dort erledigt werden.

Tipp: Hat Ihr Chef Sie aus räumlichen oder organisatorischen Gründen aufgefordert, daheim zu arbeiten, sollten Sie sich das schriftlich von ihm geben lassen. Dokumentieren Sie zudem für das Finanz­amt, dass Sie wegen Ihrer Arbeit auf das Büro daheim angewiesen sind. Dann können Sie unter anderem den Anteil der Miete und Neben­kosten absetzen, der anteilig für den Raum anfällt.

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