Arbeitsmittel Meldung

In zwei Prozessen haben Steuerzahler durchgesetzt, dass das Finanzamt Arbeitsmittel anerkennen muss.

  • Beim Bundesfinanzhof (BFH) hat ein Lehrer für Deutsch, Geschichte, Sozialkunde und Ethik gewonnen. Der Pädagoge kann seine

Ausgaben für Bücher und Zeitschriften als Werbungskosten absetzen, wenn er die Werke im Unterricht einsetzt oder den Unterricht damit vor- oder nachbereitet. Dass der Mann sich auch privat für die gesellschaftspolitischen und anthropologischen Themen in den Werken interessierte, störte die Richter nicht (Az. VI R 53/09). Das Verfahren ist aber zurück an das Finanzgericht gegangen. Das muss jetzt für jedes Buch und jede Zeitschrift prüfen, ob es sich um ein Arbeitsmittel, um Privatlektüre oder eine Mischung aus beidem handelt. In Mischfällen muss der berufliche Teil herausgerechnet werden. Das kann etwas mühselig sein (siehe auch Meldung: Werbungskosten aus Finanztest 01/2011).

  • Beim Finanzgericht Köln hat eine selbstständige Berufsmusikerin Erfolg gehabt. Sie kann 3 000 Euro für ein Übungszimmer, in dem sie zuhause Musikstücke einstudiert, als Betriebsausgaben absetzen (Az. 9 K 3882/09). Dagegen ist die Revision beim BFH möglich.

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