Arbeitsmarkt Meldung

Weil es ältere Arbeitnehmer wie diese Angestellte schwerer haben, eine neue Arbeit zu ­finden, gibt der Staat Zuschüsse.

Im Jahr 2006 gibt es zahlreiche Reformen auf dem Arbeitsmarkt. Einige Maßnahmen, die ursprünglich bis Ende 2005 befristet waren, wurden bis 31. Dezember 2007 verlängert.

Entgeltsicherung. Arbeitnehmer, die das 50. Lebensjahr vollendet haben und eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen, haben Anspruch auf Entgeltsicherung. Ist ihre neue Arbeit schlechter bezahlt als ihre frühere, bekommen sie von der Agentur für Arbeit einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent der Nettoeinkommensdifferenz zwischen vorheriger und neuer Beschäftigung.

Die Entgeltsicherung steht ihnen zu, wenn sie ...

  • einen Anspruch auf Arbeitslosengeld (ALG) haben und bei Aufnahme der ­Beschäftigung noch über einen Restanspruch von mindestens 180 Tagen ­verfügen oder einen Anspruch auf ­Arbeitslosengeld über mindestens die gleiche Dauer hätten,
  • ein Arbeitslosengeld beanspruchen können, das den tariflichen oder ortsüblichen Bedingungen entspricht.

Arbeitslosenversicherung. Arbeitgeber, die einen zuvor Arbeitslosen einstellen, der das 55. Lebensjahr vollendet hat, müssen für diesen keine Arbeitslosenversicherung zahlen.

ALG-Bezug. Ältere Arbeitnehmer können unter vereinfachten Bedingungen ALG oder ALG II beziehen, müssen aber zum frühesten Zeitpunkt eine abschlagsfreie Altersrente beantragen.

Ich-AG. Der Zuschuss für die Ich-AG wird bis 30. Juni 2006 verlängert.

Berufliche Weiterbildung. Die Förderung älterer und von Arbeitslosigkeit bedrohter Arbeitnehmer nach dem Job-Aqtiv-Gesetz (Aktivieren, Qualifizieren, Trainieren, Investieren, Vermitteln) verlängert sich bis 31. Dezember 2006.

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