Ab dem 1. August ändern sich die Vermögensfreigrenzen für die Empfänger von Arbeitslosengeld II.

Allgemeiner Vermögens­freibetrag: Betroffene ­dürfen jetzt nur noch Vermögen bis maximal 150 Euro pro Lebensjahr besitzen. Bisher lag der Freibetrag für das frei verfügbare Vermögen noch bei 200 Euro pro Lebensjahr.

Der zusätzliche und altersunabhängige Freibetrag von 750 Euro für ab und zu notwendige Neuanschaffungen wie einen Kühlschrank bleibt.

Ein 40-Jähriger darf nun maximal 6 750 Euro besitzen (40 x 150 Euro + 750 Euro).

Freibetrag für Altersvorsorge: Im Gegenzug für den um 50 Euro gesunkenen allgemeinen Vermögensfreibetrag steigt der Freibetrag für Altersvorsorgevermögen von 200 Euro auf 250 Euro pro Lebensjahr (höchstens 16 250 Euro).

Von diesem Freibetrag profitieren arbeitslose Sparer aber nur, wenn sie für ihre Altersvorsorge mit der Versicherung oder Bank vereinbart haben, dass sie sich das Vermögen nicht vor dem Ruhestand auszahlen lassen können („Hartz-Klausel“).

Besitzt also ein 40-Jähriger eine Lebensversicherung mit Hartz-Klausel, darf er neben den 6 750 Euro noch die Lebensversicherung im Wert von 10 000 Euro besitzen.

Riester-, Rürup- und Betriebsrente: Vermögen, die in Riester-, Rürup- und Betriebsrenten stecken, bleiben nach wie vor bei der Vermögensprüfung unberücksichtigt.

Tipp: Wie Sie Ihren Lebensversicherungsvertrag hartz-sicher machen, steht unter www.finanztest.de/hartz-sicherheit.

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