Arbeitslosengeld II Meldung

Peter Hartz, Personalvorstand der Volkswagen AG, ist der Erfinder des Arbeitslosengeldes II.

Arbeitslose können sich für ihre private Kapitallebens- oder Rentenversicherung einen gesonderten Freibetrag sichern. Dann bekommen sie neben dem Grundfreibetrag von 200 Euro pro Lebensjahr einen Altersvorsorgefreibetrag in gleicher Höhe. Nur Sparvermögen, das beide Freigrenzen übersteigt, müssen sie verbrauchen, bevor das Arbeitsamt Arbeitslosengeld II überweist.

Um den Vorsorgefreibetrag zu nutzen, muss der Kunde mit dem Versicherer schriftlich vereinbaren, dass das im Versicherungsvertrag gebundene Kapital bis zur Freigrenze nicht verfügbar ist, bevor er in den Ruhestand geht. Die Vereinbarung muss vor dem Antrag auf Arbeitslosengeld II erfolgen und kann nicht widerrufen werden. Der Kunde sollte wie folgt vorgehen:

  • Kontakt mit dem Versicherer aufnehmen – persönlich, telefonisch, schriftlich oder per E-Mail, Absicht vortragen, Vordruck erbitten.
  • Vordruck ausfüllen und unterschreiben, am besten per Einschreiben mit Rückschein an Versicherer zurücksenden – fertig.

Das Schreiben wird dem Vertrag beigefügt. Der Versicherungsschein bleibt unverändert.

Ist das Vermögen größer, gibt es ab 2005 noch einen Ausweg, um es trotz Arbeitslosengeld II fürs Alter aufzuheben: Dann wollen die Lebensversicherer die „Rürup-Rente“ anbieten, von ihnen „Basisrente“ genannt. Dort kann der Kunde eine unbegrenzte Summe einzahlen, ohne dass er später Arbeitslosengeld II verliert. Eine Verwertung des Kapitals vor dem 60. Lebensjahr ist hier ausgeschlossen.

Unangetastet bleibt auch gefördertes Kapital in Riester-Verträgen und Geld in betrieblicher Altersversorgung.

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