Arbeitslosengeld II Meldung

Die Zuverdienstregelung bei ALG II wird vereinfacht.

Für Arbeitslosengeld II gelten ab Oktober bessere und einfachere Regeln für Zuverdienstmöglichkeiten. Grundlage ist dann der Bruttolohn, nicht mehr der Nettolohn, dessen genaue Berechnung äußerst kompliziert ist. Der Vorteil macht durchschnittlich 40 bis 60 Euro pro Monat aus.

Grundfreibetrag:
Vom Brutto darf jeder ALG II-Bezieher einen Grundfreibetrag von 100 Euro behalten. Zusätzlich kann er 20 Prozent seines Lohns behalten, wenn der unter 800 Euro liegt, und 10 Prozent von dem, was 800 Euro übersteigt.

Beispiel:
Wer 400 Euro verdient, behält davon zunächst den Grundfreibetrag von 100 Euro. Von den restlichen 300 Euro behält er 20  Prozent, das sind 60 Euro. Damit bleiben von den 400 Euro insgesamt 160 Euro. Das ist zwar nicht viel, aber rund 60 Euro mehr als nach der bisherigen Berechnungsmethode.
Das gilt für Zuverdienste bis 1 200 Euro, wenn der ALG II-Bezieher keine Kinder hat, und 1 500 Euro, wenn er Kinder hat.

Termin:
Die Neuregelung gilt ab 1. Oktober 2005, zunächst aber nur für Neuanträge oder Fortzahlungsanträge auf ALG II oder neue Zusatzeinkünfte. Bis 1. April 2006 soll sie auch für alle „Altfälle“ eingeführt werden.

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