Wer Arbeitslosengeld beantragt, muss auch dafür sorgen, dass Briefe vom Arbeitsamt zustellbar sind. Sonst können die Sozialleistungen gestrichen werden, entschied das Bundessozialgericht (Az: B 7 AL 8/99 R). Ein Arbeitsloser hatte Arbeitslosengeld beantragt, ohne anzugeben, dass er nur bei einer Bekannten zur Untermiete wohnte. Als dann für ihn Post vom Arbeitsamt kam, ging diese mit dem Vermerk "unbekannt" zurück, da der Name des Arbeitslosen nicht am Hausbriefkasten auftauchte. Daraufhin wurde der Antrag abgelehnt.

Zu Recht, fanden die Bundesrichter. Ein Arbeitsloser müsse unter der angegebenen Anschrift postalisch erreichbar sein, das sehe die so genannte Aufenthalts-Anordnung vor. Weitere Nachforschungen des Arbeitsamts seien unzumutbar.

Ein Untermieter müsse den Richtern zufolge entweder einen eigenen Briefkasten oder ein zusätzliches Namensschild auf dem Briefkasten des Hauptmieters anbringen. Sonst müsse er im Antrag den Hauptmieter nennen (zum Beispiel "c/o Max Muster").

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