Arbeits- und Übungs­räume daheim Meldung

Kosten für Arbeits- oder Übungs­räume daheim lehnt das Finanz­amt oft ab. Doch es lohnt sich, darum zu streiten.

  • Kreativraum. Ein Musiker bekam beim Finanzge­richt Nieder­sachsen recht. Er kann für den „Kreativraum“ in seinem Haus sogar die vollen Kosten abziehen, weil der 82 Quadrat­meter große Raum kein typisches Arbeits­zimmer ist. Hier arbeitet der Künstler oft mit anderen zusammen (Az. 1 K 272/10).
  • Proberaum. Ob eine Klarinettistin die Kosten für ihren Übungs­raum daheim voll abziehen darf, muss der Bundes­finanzhof noch klären (Az. VIII R 44/10).
  • Arbeits­zimmer. Die Finanzge­richte (FG) akzeptieren jetzt die Raum­kosten, wenn an dem Schreibtisch im Arbeits­zimmer daheim auch private Dinge erledigt werden. Ein Rentner kann 60 Prozent der Raum­kosten als Werbungs­kosten für die Vermietung geltend machen, maximal 1 250 Euro im Jahr (FG Nieder­sachsen, Az. 8 K 254/11). Er nutzt seinen Arbeits­raum haupt­sächlich für die Verwaltung seiner vermieteten Immobilien. Endgültig muss der Bundes­finanzhof entscheiden (Az. IX R 23/12).

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