Arbeitnehmerpauschbetrag Meldung

Die höhere Werbungskostenpauschale von 1 000 Euro Jahr bringt nur einigen Arbeitnehmern Vorteile.

Die Bundesregierung will den Pauschbetrag für Arbeitnehmer schon jetzt auf 1 000 Euro erhöhen. Doch das bringt nicht viel.

Änderung. Schon in diesem Jahr soll die Werbungskostenpauschale für Arbeitnehmer von 920 Euro auf 1 000 Euro steigen. Darauf haben sich die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und FDP nach langem Tauziehen geeinigt. Die Steuererleichterung kostet jährlich rund 330 Millionen Euro. Für die Arbeitnehmer hat das Geschenk jedoch nur eine geringe finanzielle Wirkung und es erleichtert auch nur wenigen die Steuererklärung.

Gewinner. Arbeitnehmer, die im Jahr nicht mehr als 1 000 Euro Werbungskosten ausgeben, werden nun ohne Kostennachweis etwas weniger Steuern zahlen. Weil der Pauschbetrag um 80 Euro steigt, sinkt ihr zu versteuerndes Einkommen um 80 Euro im Jahr. Ein Arbeitnehmer mit 40 000 Euro Jahresbrutto muss im Monat 2,37 Euro weniger Steuern zahlen. Davon bleibt nichts übrig. Denn seit Januar muss er jeden Monat rund 13 Euro mehr für Arbeitslosen- und Krankenversicherung aufwenden, rechnet der Neue Lohnsteuerhilfeverein (NVL) vor.

Verlierer. Alle anderen Arbeitnehmer mit mehr als 1 000 Euro Werbungskosten haben weder Steuerersparnisse noch Erleichterungen. Sie müssen nach wie vor ihre Jobkosten komplett in ihrer Steuererklärung nachweisen.

Zeitplan. Läuft alles glatt, wird die Änderung im Juli 2011 den Bundesrat passieren. Vorgesehen ist, dass die Arbeitgeber die Pauschale von 1 000 Euro erst zum Jahresende mit der letzten Lohnabrechnung rückwirkend bei der Jahreslohnsteuer anrechnen müssen.

Steuererklärung. Weniger Aufwand mit ihrer Steuererklärung haben künftig nur Arbeitnehmer, die zwischen 921 Euro und 1 000 Euro Werbungskosten im Jahr haben. Sie müssen keine Belege mehr vorlegen.

Tipp: Sammeln Sie aus jeden Fall weiter fleißig Belege für Ihre Jobkosten wie für die Weiterbildung, das Arbeitszimmer oder Arbeitsmittel. Jeder Euro über der Arbeitnehmerpauschale wirkt sich steuermindernd aus.

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