Tipps

Versicherung. Ihre Privathaft­pflicht­versicherung springt in der Regel nicht ein, wenn der Arbeit­geber mit Schaden­ersatz­forderungen an Sie heran­tritt. Wollen Sie sich absichern, müssen Sie gezielt nach einer Police mit Berufs- oder Dienst­haft­pflicht­schutz suchen. Besteht Ihr Chef auf einer solchen Versicherung, muss er sich an den Kosten beteiligen und entsprechend mehr Gehalt zahlen.

Mankohaftung. Klauseln im Arbeits­vertrag, wonach Sie haften, wenn die Kasse nicht stimmt, sind nur wirk­sam, wenn sie fair formuliert sind und der Chef Sie für die Haftungs­über­nahme besser bezahlt als Kollegen ohne solche Belastung. Viele früher übliche Klauseln haben die Gerichte inzwischen gekippt.

Körperverletzung. Wenn Sie bei der Arbeit Kollegen verletzen, zahlt die gesetzliche Unfall­versicherung. Schaden­ersatz­forderungen gegen Sie sind ausgeschlossen. Bei grober Fahr­lässig­keit oder Vorsatz wird die Unfall­kasse Sie allerdings in Regress nehmen.

Verteidigung. Legen Sie Einspruch ein, wenn Sie einen Mahn­bescheid bekommen und die Forderung für unbe­rechtigt oder über­zogen halten. Wenn Ihnen ein Gericht eine Klageschrift oder Anspruchs­begründung zustellen lässt, sollten Sie einen Rechts­anwalt einschalten. Schon formale Fehler können dazu führen, dass Sie ein gericht­liches Verfahren verlieren und zahlen müssen – unabhängig davon, ob Ihr Chef wirk­lich recht hat.

Anwalt­suche. Suchen Sie am besten nach einem Fach­anwalt für Arbeits­recht, der Erfahrungen mit Fällen wie Ihrem hat. Beachten Sie: Vor dem Arbeits­gericht zahlen Sie in der ersten Instanz Ihren Rechts­beistand stets aus eigener Tasche.

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