Arbeitnehmer mit Band­scheiben­vorfall Meldung

Weil er seine Braut nach der Trauung auf den Arm nahm, bekam ein 21-jähriger Lager­arbeiter die frist­lose Kündigung. Der Mann war seit Wochen wegen eines schweren Band­scheiben­vorfalls krank­geschrieben.

Als sein Chef auf Facebook die Bilder von der Hoch­zeit sah, schickte er dem frisch­gebackenen Bräu­tigam die Kündigung. Die Braut trotz des Band­scheiben­vorfalls hoch­zuheben, gefährde die Genesung und sei daher ein schwerwiegender Verstoß gegen den Arbeits­vertrag, argumentierte er.

Der Mann zog gegen die Kündigung vors Arbeits­gericht. Doch vor dem ersten Gerichts­termin einigten sich beide: Statt der frist­losen erhält der Bräu­tigam eine frist­gerechte Kündigung. Der Chef muss also den Lohn für die Kündigungs­frist nach­zahlen. Außerdem bekommt sein Exmit­arbeiter eine kleine Abfindung. Ob die Kündigung recht­mäßig war oder nicht, bleibt offen.

Krank­geschriebene Mitarbeiter müssen sich so verhalten, dass sie möglichst bald wieder fit sind. Kann der Chef Verstöße nach­weisen, droht die Kündigung.

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