Arbeitnehmer Meldung

Die Menschen in den neuen Bundesländern verdienen auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung deutlich weniger und arbeiten häufig mehr Stunden als die in den alten Bundesländern. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor. Um bis 2020 gleiche Löhne zu erreichen, müssten die Gehälter in den neuen Ländern jährlich im Schnitt 2 Prozent stärker steigen als in den alten.

Die niedrigeren Löhne sollen aber später nicht zu niedrigeren Rentenansprüchen führen. Deshalb werden die Rentenansprüche von Beschäftigten in den neuen Ländern schon seit 1990 höher bewertet. Im Westen Deutschlands gibt es derzeit für rund 31 000 Euro Bruttojahresgehalt einen Entgeltpunkt von der Rentenversicherung, in den neuen Ländern schon für rund 26 000 Euro.

Zurzeit gibt es dafür aber keine gleich hohe Rente. Ein Entgeltpunkt ist im Westen aktuell 27,20 Euro Rente wert, im Osten 24,13 Euro. Mit der im Koalitionsvertrag versprochenen Vereinheitlichung des Rentenrechts werde man sich Zeit lassen, so die Antwort auf die Anfrage weiter. Sie erfordere Sorgfalt und Sensibilität.

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