Chefs dürfen ein Arbeits­verhältnis nicht nur deswegen befristen, weil der Arbeitnehmer das Renten­alter erreicht hat. Das hat das Bundes­arbeits­gericht klar­gestellt (Az. 7 AZR 17/13). Im vorliegenden Fall wollte ein Beschäftigter trotz Alters­rente weiter arbeiten. Es gab keine vertragliche Regelung, die fest­legte, dass sein Arbeits­verhältnis zum Renten­beginn auto­matisch endet. Dennoch befristete die Firma die Weiter­arbeit mehr­mals hinter­einander und vereinbarte, dass der Rentner seinen Nach­folger einarbeite. Als der Rentner nach der letzten Befristung gehen sollte, klagte er. Die Richter gaben ihm insoweit recht, als seine Alters­rente allein keine Befristung des Arbeits­verhält­nisses recht­fertige.

Die Vorinstanz soll nun aber klären, ob die Befristung nicht zusätzlich noch der Einarbeitung des Nach­folgers diente. Dann wäre sie wirk­sam.

Dieser Artikel ist hilfreich. 5 Nutzer finden das hilfreich.