Arbeiten im Haushalt Meldung

Neue Küche im Haus: Baut ein Handwerker die Möbel ein, erhält der Auftraggeber Steuervorteile.

Mieter und Immobilienbesitzer haben endlich mehr Klarheit, wie sie Ausgaben für Handwerker und haushaltsnahe Dienstleistungen beim Finanzamt abrechnen können: Das Bundesfinanzministerium hat in einem Schreiben (Az. IV C 4 - S 2296-b/07/0003) offene Fragen beantwortet. Steuerzahler können bis zu 3 000 Euro für Lohn und Fahrtkosten von Handwerkern, Haushalts- und Gartenhilfen geltend machen und erhalten dafür bis zu 600 Euro Steuervorteil.

  • Zweitwohnung: Anerkannt sind Ausgaben für Arbeiten im Haushalt des Steuerzahlers. Dazu gehören auch seine Zweit- oder Ferien­wohnung oder die Wohnung, die Eltern ihren Kindern, für die sie Anspruch auf Kindergeld haben, kostenfrei überlassen. Die Ausgaben kann der Eigentümer oder Mieter zusammen mit den Kosten für seine Hauptwohnung beim Finanzamt abrechnen.
  • Reparatur und Wartung: Neben Kosten für Renovierungsarbeiten zählen auch Ausgaben für Reparatur und Wartung von Gegenständen im Haushalt. Diese Möglichkeit gilt für alle Gegenstände, die in der Hausratversicherung versichert werden können.
  • Neubau: Tätigkeiten im Rahmen eines Neubaus sind nicht begünstigt. Als Neubau gelten Maßnahmen, bei denen Wohn- oder Nutzfläche geschaffen oder erweitert wird.
  • Nebenkostenabrechnung: Mieter und Wohnungseigentümer müssen die auf sie umgelegten Ausgaben etwa für Hausmeister und Schornsteinfeger nicht sofort beim Finanzamt abrechnen: Wer erst 2007 vom Vermieter oder Verwalter die Abrechnung für 2006 erhalten hat, kann die Kosten in der Steuererklärung für 2007 angeben.
  • Nachweis: Als Nachweis für die Ausgaben dient die Jahresabrechnung oder eine separate Bescheinigung des Verwalters oder Vermieters: Es muss erkennbar sein, welche Kosten für Arbeit und Anfahrt des Dienstleisters auf den Steuerzahler entfielen. Ausgaben für Material müssen getrennt stehen.

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