Job mit Apps. Punkte sammeln – keine gute Idee.

Mit dem Handy Geld verdienen, mit ein paar Klicks? Das versprechen Micro-Job-Apps. Man lädt sie aufs Handy und bekommt eine Liste mit weiteren Apps, die man ankli­cken und ausprobieren soll. Es können auch Video-Clips sein, Spiele oder Meinungs­umfragen. Dafür gibt es Punkte, die man einlösen kann, etwa gegen Amazon-Gutscheine.

Es häufen sich die Beschwerden

Das Konzept klingt super – aber es häufen sich Beschwerden. „Punkte werden nicht gutgeschrieben“, schimpfen Nutzer im Internet. „Ich warte über ein Jahr auf mein Geld“ oder: „Auszahlung nie bekommen“. Um 5 000 Punkte zu sammeln, brauchte das Markt­wächter-Team der Verbraucherzentrale Rhein­land-Pfalz (VZ) bei „Gold­esel“ mehrere Wochen.

Werbemails statt versprochener Gutscheine

Der so verdiente 5-Euro-Gutschein traf selbst nach Monaten nicht ein – dafür aber Werbemails: mehr als 10 000 in vier Wochen, dazu aggressive Werbeanrufe von Firmen, an deren angeblichen Gewinn­spielen oder Umfragen die Verbraucherschützer teil­nahmen, um Punkte zu sammeln. Ähnliche Erfahrungen machten sie mit den Seiten Cash Pirate und Gift Wallet. Ständig verlangten Apps die Einwilligung zur Nutzung privater Daten. „Nur darum geht es ihnen, Geld und Gewinne gibt es oft nicht“, sagt VZ-Team­leiter Manfred Schwarzen­berg.

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