Apple iPhone 3G Schnelltest

Apple hat sein iPhone verbessert: Das neue 3G funkt jetzt auch in UMTS-Netzen. Das erlaubt schnelle HSDPA-Datenverbindungen. Dafür säuft das Handy im Regentest ab. Ein simpler Wolkenbruch könnte das iPhone schon ins Nirvana schicken. Der Schnelltest klärt auf.

3G schließt Lücken

Klares Design und einfache Bedienung: Das iPhone beeindruckt. Von Anfang an. Bedienung via Bildschirm, intuitiv, minimalistisch und auf das Wesentliche reduziert: Um ein Foto zu vergrößern, reicht beispielsweise das Spreizen von zwei Fingern auf dem Bildschirm. Das ist Technik, die begeistert. Unter der Oberfläche war das erste iPhone dagegen weniger schick: kein UMTS, keine Push-E-Mails und kein GPS-Empfänger. Nun hat Apple nachgelegt. Das neue 3G schließt diese Lücken, öffnet aber auch neue.

Nicht regenfest

Das iPhone 3G reagiert empfindlich auf Wasser. So empfindlich wie kein anderes Handy im Test. Die Stiftung Warentest simulierte ein Sommergewitter: Fünf Millimeter Wassersäule in einer Minute. Das iPhone quittierte die Dusche mit einem toten Display. Wasser drang in die Geräte ein. Ein Modell erholte sich wieder, zwei weitere trugen jedoch bleibende Schäden davon. Fazit: Etwas zickig und ziemlich empfindlich das Ding.

Nicht wechselbar

In puncto Akkuleistung ist das iPhone 3G dagegen 1A. Im UMTS-Betrieb blieb das Handy im Test über 400 Stunden auf Empfang. Länger als alle anderen UMTS-Handys. Kritikpunkt widerum: Der Akku lässt sich beim iPhone nicht wechseln. Er ist fest verbaut. Geht der Akku kaputt, ist das iPhone dahin. Nur der Kundendienst kann dem Handy jetzt wieder Leben einhauchen. Ein klarer Nachteil.

Technisch besser

Technisch gesehen hat Apple aber deutlich nachgelegt: Das 3G funkt auch in UMTS-Netzen. Das ermöglicht die schnellere Datenübertragung via HSDPA (High Speed Downlink Packet Access). Außerdem spendierte Apple dem 3G einen GPS-Empfänger zur Satellitenortung und ermöglicht nun Push-E-Mail mit Microsoft Exchange. Das neue Betriebssystem bringt zudem neue Programme aufs Handy. Bedienung und Sprachqualität sind ähnlich gut wie beim ersten iPhone Modell.

Ab 891 Euro für 2 Jahre

Positiv ist auch der neue Preis. Das erste iPhone kostete noch 399 Euro, das 3G gibt es nun schon ab einem Euro. Mit 24-Monats-Vertrag bei T-Mobile, versteht sich. Dadurch entstehen weitere Kosten. Vier Tarife stehen zur Wahl. Der günstigste (Complete S) kostet 29 Euro im Monat. Dafür gibts 50 Freiminuten. Das macht - zusammen mit Bereitstellungs- und dem Gerätepreis - rund 891 Euro in zwei Jahren. Im teuersten Tarif (Complete XL mit 1 000 Freiminuten pro Monat) kostet das iPhone 3G in zwei Jahren rund 2 181 Euro. Billig ist das iPhone also nicht.

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