Apple Mac mini Meldung

Kleiner gehts immer: Apple hat einen Computer auf den Markt gebracht, der nicht viel größer ist als ein Fünferpack CDs. Der Mac mini soll Windows-Nutzern den Umstieg auf Apple-Rechner schmackhaft machen. Der Plan könnte aufgehen. Denn wer nur 500 Euro für einen Rechner ausgeben will, kann nun auch bei Apple einkaufen.

Ohne Maus, Tastatur...

Apple Mac mini Meldung

Computer von Apple gelten als besonders sicher und benutzerfreundlich – und bisher leider auch besonders teuer. Letzteres soll das jüngste Mitglied der Mac-Familie ändern: Der Mac mini ist in der einfachsten Ausstattung für unter 500 Euro zu haben. Der Rechner ist wirklich winzig, kaum breiter als eine CD-Hülle. Viel mehr als dieses Kistchen - und ein etwas klobiges Netzteil - ist aber auch nicht dabei: Maus und Tastatur liefert Apple nicht mit. Beides kann nur per USB angeschlossen werden. Treiber sind nicht notwendig. Das bedeutet: Wer eine Maus oder Tastatur mit PS/2-Schnittstelle besitzt, braucht eine neue.

... und Monitor

Zu diesen Kosten von etwa 40 Euro kommen wahrscheinlich noch weitere hinzu. Denn einen Monitor brauchen Minimalisten auch noch. Der ist üblicherweise auch bei PCs nicht dabei - dafür aber zum Beispiel bei Apples iMac. Bei der Video-Schnittstelle gibts keine Einschränkung. Der Mini-Mac hat einen DVI-Ausgang. Das ist erfreulich: Dadurch können die Video-Daten zum Monitor digital fließen. Die Bilder haben bei dieser Übertragung bessere Qualität. Außerdem liegt ein VGA-Adapter bei. Wer also noch einen Monitor mit klassischem VGA-Eingang hat, kann auch diesen anschließen.

Stark ohne Lärm

Mit dem PowerPC-G4-Prozessor und einem Radeon-9200-Grafikchip liefert der Mac mini keine Spitzenleistung. Doch dem täglichen Bedarf an Textverarbeitung, Internet und MP3 ist er spielend gewachsen, und das ohne den störenden Lüfterlärm so mancher Hochleistungs-PCs. Nur der Speicher ist in der Grundausstattung mit 256 Megabyte etwas zu klein geraten, mit 512 Megabyte ließen sich die Vorzüge des Apple-Betriebssystems deutlich besser auskosten. Laut Gerüchten im Internet plant Apple, ab Mitte des Jahres alle Mac Minis mit 512 MB Arbeitspeicher auszuliefern. Achtung: Der Einbau eines zusätzlichen Speichermoduls ist beim Mac mini nicht so einfach wie bei herkömmlichen PCs. Am besten also den Mac mini gleich entsprechend mit 512 MB ausgestattet ordern. Das ist ein Aufpreis von 80 Euro.

Vorteil Mac OS X

Das Hauptargument für einen Apple-Rechner ist das Betriebssystem Mac OS X. Im Artikel Betriebssystem 3/2005 hat sich gezeigt: Es ist stabil, leicht zu bedienen, und all die Viren und Würmer, vor denen Windows-Nutzer in stän­diger Angst leben müssen, sind für Mac OS kein Thema. Der Mac mini bringt außerdem alle wesentlichen Programme mit: Textverarbeitung und Tabellen­kalkulation (AppleWorks), Internet-Browser und E-Mail-Programm (Safari, Mail), Foto-, Video- und Musiksoftware (iPhoto, iMovie, iTunes, GarageBand).

Um die 500

Den Apple Mac mini gibt es mit 1,25 GHz, 40 GB, 256 MB für 489 Euro. In der größeren Ausstattung mit 1,42 GHz, 80 GB, 256 MB für 589 Euro.

test-Kommentar

Der Mac mini ist kompakt, benutzerfreundlich und erfreulich gut mit Software ausgestattet. Der Arbeitsspeicher ist etwas knapp bemessen, USB-Maus und -Tastatur müssen zusätzlich angeschafft werden.

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