Tipps

  • Daten­preisgabe. Sie nutzen Apps auf Ihrem Smartphone? Dann seien Sie sich darüber im Klaren, dass Sie möglicher­weise ungewollt private Daten an Dritte preis­geben. Daten­schützer warnen: Die Funk­tionalitäten der Apps können von den Nutzenden nicht kontrolliert werden. Anders als die Betriebs­systeme der Smartphones kommen viele Apps aus weniger bekannten und teil­weise weniger seriösen Quellen.
  • Daten­weitergabe. Personenbezogene Daten können sowohl bei dem Betreiber des App-Stores und – je nach tech­nischer Ausgestaltung der App – auch beim Anbieter der App anfallen. Insbesondere bei werbe­finanzierten Angeboten können im Einzel­fall auch weitere Unternehmen welt­weit Daten erhalten und Rück­schlüsse über Sie als Nutzer ziehen. Seien Sie deshalb bei der Installation einer App immer vorsichtig: Informieren Sie sich über das Angebot und den Anbieter – auch über dessen Firmensitz und das in diesem Land geltende Daten­schutz­recht – und lesen Sie die allgemeinen Geschäfts­bedingungen und Daten­schutz­erklärungen.
  • Apps löschen. Seien Sie nicht zimperlich wenn es darum geht, daten­verdächtige Apps vom Smartphone zu löschen. Sie können nicht prüfen, ob und welche Daten möglicher­weise im Hintergrund abge­rufen werden. Es gibt Apps, die ungefragt gespeicherte Daten abrufen. Ein Hinweis auf möglichen Daten­miss­brauch kann zum Beispiel sein, wenn ein einfaches Dienst­programm stockt, streikt oder die Online-Anbindung unterbunden wird.
  • Plausibilität checken. Sie sollten einer App nur die Rechte einräumen, die Sie für ihr Funk­tionieren nach­voll­zieh­bar benötigt. Das Smartphone-Betriebs­system sollte dazu Einstellungs­möglich­keiten bereit­stellen. Viele Apps nutzen Daten aus dem Smart­phone: Navigations­daten etwa, wenn Sie den ADAC um Pannen­hilfe bitten. Oder Ihr Spiele­programm verschickt Ihren Punkte­stand, um eine Highscore-Liste zu erstellen. Das ist plausibel. Stutzig werden sollten Sie aber, wenn eine Fahr­plan-App der Londoner U-Bahn auf Ihr Adress­buch zugreifen will und Sie nach Geschlecht und Alter fragt. So eine App sollten Sie nicht nutzen.
  • Bewertungen lesen und selbst bewerten. App-Nutzer können die verwendeten Programme bewerten. Diese Bewertungen finden Sie im Anhang zu den Beschreibungen der angebotenen Apps. Bevor Sie eine App auf Ihr Smartphone laden, sollten Sie die Bewertungen lesen. So finden Sie vielleicht Hinweise auf die Seriosität des Angebots. Wecken fehlende oder schlechte Kritiken Ihren Zweifel, sollten Sie besser auf die App verzichten. Im Gegen­zug gilt: Auch Ihre Erfahrungen mit Apps sind für andere Nutzer hilf­reich. Scheuen Sie sich also nicht, Ihren Eindruck von dem geladenen Programm in einer Bewertung öffent­lich zu machen.

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