Apotheken und Versand­apotheken Test

Ob klassische Vor-Ort- oder Versand­apotheke: Beide Sparten kommen ihrer Beratungs­pflicht zu wenig nach. Nur 8 von 38 Apotheken im aktuellen Test der Stiftung Warentest sind gut. Versender erkannten Wechsel­wirkungen besser als ihre Kollegen vor Ort. Die wiederum informierten solider zu rezept­freien Mitteln. test.de sagt, wo Kunden gut beraten werden und wie sie beim Medikamentenkauf sparen können.

Vor-Ort-Apotheken 5/2014

  • Adler Apotheke
  • Augustus-Apotheke
  • Galenus-Apotheke
  • Gingko-Apotheke
  • Goethe-Apotheke
  • Hansa Apotheke
  • Hermes-Apotheke
  • Leibniz Apotheke
  • Leine Apotheke
  • Lößnitz-Apotheke
  • Marien-Apotheke
  • Pluspunkt Apotheke
  • Schloss-Apotheke
  • Schumann Apotheke
  • Schweizer-Apotheke
  • StadtApotheke
  • Stadtapotheke Radebeul
  • Storch-Apotheke
  • Struwwelpeter-Apotheke
  • Süd-Apotheke
  • Walter-Kolb-Apotheke

Versandapotheken 5/2014

  • 1-Apo.de
  • Aponeo.de
  • Apo-rot.de
  • Apotal.de
  • Apotheke.de
  • Besamex.de
  • Deutsche-internet-apotheke.de
  • Docmorris.de
  • Europa-apotheek.com
  • Medipolis.de
  • Medpex.de
  • Mycare.de
  • Parcelmed.de
  • Sanicare.de
  • Versandapo.de
  • Versandapotheke.de
  • Zurrose.de
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TestApotheken und Versand­apothekentest 05/2014
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Apotheker sollen vor Arznei­mittel­risiken schützen

Medikamente sind scharfe Waffen. Sie sollen Krankheiten nieder­kämpfen oder zumindest zügeln. Doch können sie übers Ziel hinaus­schießen und Neben­wirkungen verursachen. Und wenn Patienten verschiedene Arzneien brauchen, drohen Wechsel­wirkungen. Um Verbraucher zu schützen, gilt in Deutsch­land die Apotheken­pflicht. Nur Fachleute dürfen Medikamente abgeben. Das soll Risiken verringern – auch durch Beratung der Kunden. Werden Apotheken dieser Verantwortung gerecht?

Nur 8 von 38 Apotheken sind gut

Nur 4 der 21 von der Stiftung Warentest geprüften Vor-Ort-Apotheken aus dem Raum Dresden, Frank­furt am Main und Hannover meistern ihre Aufgaben gut. Auch von den 17 Versand­apotheken stellen sich lediglich 4 im Test als gut heraus. Ein Versender ist mangelhaft. Am Service hapert es im Test nicht, eher an der fachlichen Qualität. Um diese zu testen, bekamen Vor-Ort- und Versand­apotheken dieselben sieben Aufgaben: drei zu Wechsel­wirkungen und drei zu rezept­freien Medikamenten. Die siebte Aufgabe war, eine Rezeptur fachgerecht herzu­stellen und zu beschriften – was nur 9 der 38 Apotheken sehr gut meisterten.

Unterschiedliche Stärken bei Vor-Ort- und Versand­apotheken

Alle wichtigen Wechsel­wirkungen erkannte nur eine Apotheke. Diese Versand­apotheke teilte in unserem Testfall unter anderem schriftlich mit, dass rezept­freies Johannis­kraut die Wirkung des Blut­verdünners Xarelto verringern kann – und somit etwa den Schutz vor Herz­infarkt und Schlag­anfall. Nur etwas mehr als die Hälfte der Apotheken warnte deutlich vor der Gefahr. Die Versender erkannten Wechsel­wirkungen besser als ihre Kollegen vor Ort. Vielleicht nutzen sie öfter die apotheken­übliche Software, die auf ein riskantes Zusammen­spiel von Medikamenten hinweist. Die Vor-Ort-Apotheken informierten solider zu rezept­freien Mitteln und ihrer Einnahme. Insgesamt fragten Mitarbeiter beider Sparten zu wenig nach. Dabei ist das wichtig, damit die ausgewählten Arzneien optimal zu den jeweiligen Beschwerden passen.

Strenge gesetzliche Pflichten für Apotheken

Ob rezept­frei oder rezept­pflichtig – Apotheker müssen Kunden beraten und auf „Aspekte der Arznei­mittel­sicherheit“ wie zum Beispiel Wechsel­wirkungen achten. Das verlangt die Apotheken­betriebs­ordnung. Sie wurde 2012 verschärft und gilt für Vor-Ort- und Versand­apotheken. Letztere werden von Vor-Ort-Apotheken betrieben und müssen eine Beratungs-Hotline anbieten. Die fachliche Qualität beider Sparten lässt sich also vergleichen. Ferner prüften die Tester den Service, bei Versendern auch Website und Allgemeine Geschäfts­bedingungen.

Preis­vorteile bei Versand­apotheken

Zudem wurden bei jedem geprüften Anbieter die Preise von drei rezept­freien Medikamenten ermittelt – die bei Versendern deutlich weniger kosteten als bei Vor-Ort-Apotheken. Eine Ersparnis ist bei rezept­pflichtigen Medikamenten hingegen nicht möglich. Ihre Preise sind in allen Apotheken gleich. Wer online einkauft, sollte zudem auf Versand­kosten achten – und seriöse Versender wählen. Verläss­liche, auch aus dem EU-Ausland, stehen in einem Behördenregister. Andere Händler könnten kriminell sein – und gefälschte Arznei verticken.

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