Apotheken Meldung

Apotheken handeln wettbewerbswidrig, wenn sie beim Kauf eines preisgebundenen Arzneimittels einen Einkaufsgutschein für den Kauf eines freien Apothekenartikels ausstellen. Der Gutschein stellt sich für die Verbraucher als Nachlass auf das preisgebundene Arzneimittel dar. Ein derartiger Rabatt verstößt gegen die Arzneimittelpreisverordnung. Hintergrund ist ein Fall, bei dem ein Apotheker so warb: „Bei Rezepteinreichung wird ein Gutschein über drei Euro ausgestellt, einzutauschen gegen rezeptfreie Medikamente und andere Lieferartikel”. Der Antragsteller hielt diese Werbung für wettbewerbswidrig und verlangte Unterlassung. Das Landgericht wies den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zunächst ab, doch die dagegen gerichtete sofortige Beschwerde hatte Erfolg. Der Apotheker muss die beanstandete Werbung unterlassen (OLG Köln, Az: 6 W 112/05).

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