Apobank Meldung

Sitz der Apobank in Düssel­dorf. Kunden der Genossen­schafts­bank sind vor allem Apotheker, Ärzte sowie ihre Organisationen und Verbände.

Das Ober­landes­gericht (OLG) Düssel­dorf hat die Deutsche Apotheker- und Ärzte­bank (Apobank) wegen Verletzung von Aufklärungs­pflichten zu Schaden­ersatz verurteilt. Die Bank verschwieg einer Anlegerin, dass sie für die Empfehlung eines geschlossenen Immobilienfonds Provisionen kassierte (Az. I-1 U 36/12).

Die Bank muss der Klägerin nun 34 000 Euro sowie die Kosten des Rechts­streits ersetzen. Außerdem muss sie alle Schäden ersetzen, die im Zusammen­hang mit der Beteiligung an dem Immobilienfonds IVG Euro Select noch entstehen können.

Das Urteil des OLG Düssel­dorf ist für Rechts­anwalt Jens Graf auch auf viele andere Fälle über­trag­bar, in denen Kredit­institute Anlegern den Kauf von Anteilen an inzwischen notleidenden geschlossenen Fonds empfohlen haben. Sehr häufig hätten Banken Anleger nicht über Provisionen informiert, die sie von den Fonds­gesell­schaften erhalten haben, erklärte Graf.

Das Urteil ist noch nicht rechts­kräftig. Die Revision ist nicht zugelassen.

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