Apfelsaft im Test

Was ist was? Waren­kunde Apfelsaft

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Apfelsaft besteht immer aus 100 Prozent Frucht. Angeboten wird er als Direktsaft oder als Saft aus Konzentrat – trüb oder klar.

Apfelsaft im Test Testergebnisse für 26 Apfelsäfte

Inhalt

Direktsaft. Der gepresste Saft wird direkt pasteurisiert. Dieses kurze Erhitzen auf bis zu knapp unter 100 Grad Celsius macht ihn halt­bar. Danach fließt er in Flasche oder Karton.

Saft aus Konzentrat. Durch Verdampfen wird der gepresste Saft zu einem dick­flüssigen Konzentrat verdichtet. Es entspricht etwa einem Sechstel des Saftvolumens. Dabei entweichen auch flüchtige Aroma­stoffe, die aufgefangen werden. Beim späteren Rück­verdünnen mit aufbereitetem Trinkwasser müssen die Aroma­stoffe gemäß Fruchtsaftverordnung wieder zugefügt werden. Sie können aus anderen Äpfeln stammen als das Konzentrat. Der rück­verdünnte Saft wird pasteurisiert und abge­füllt.

Trüb oder klar. Direktsaft wie auch Saft aus Konzentrat kann naturtrüb oder klar sein. Durch Zentrifugieren und Filtern werden dem naturtrübem Saft die Trub­stoffe entzogen und er wird klar.

Aus Streu­obst. Zwei Apfelsäfte im Test sind laut Etikett aus Streu­obst gepresst. Die Äpfel kommen dann von traditionell bewirt­schafteten Streu­obst­wiesen. Sie bieten eine große Sorten­vielfalt und Lebens­raum für Vögel und Insekten. Synthetische Pestizide oder Dünger sind unüblich.

Andere Getränke mit Apfelsaft: Fertige Apfelschorle ist ein Mix aus mindestens 50 Prozent Apfelsaft und Sprudel­wasser. Apfelnektar besteht neben Wasser auch zu mindestens 50 Prozent aus Apfelsaft – ihm dürfen aber bis zu 20 Prozent Zucker oder Honig zugesetzt werden. Bei einem Apfel­frucht­saft­getränk liegt der Frucht­anteil nur bei mindestens 30 Prozent. Auch er darf gesüßt werden.

Apfelsaft im Test Testergebnisse für 26 Apfelsäfte

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 03.08.2022 um 08:21 Uhr
Herkunftsland

@KBOCK: Wie Ökotest selbst schreibt, werden meist nur Spuren an Pestiziden in Apfelsaft nachgewiesen. Das bestätigt auch unsere Erfahrung und der Austausch im Fachbeirat zu diesem Thema. Für verarbeitete Produkte sind keine Angaben zum Herkunftsland vorgeschrieben. Hersteller von Marmelade z.B. müssen nicht offenlegen, wo das Obst geerntet wurde.

KBOCK am 03.08.2022 um 01:31 Uhr
China +++

Ökotest hatte 2020 im Lidl Saft noch Pestizide gefunden, oder ?
Woher kommen die Äpfel ???

Profilbild Stiftung_Warentest am 18.03.2022 um 15:20 Uhr
Es gibt noch viel mehr Apfelsäfte...

@Rudi1111: Selbstverständlich gibt es zahlreiche regionale Anbieter. Wenn Produkte nicht im Testfeld berücksichtigt werden, ist dies keinesfalls mit einer Negativwertung verbunden. Es sind schlicht und einfach Kapazitätsgründe, die dem Umfang unserer Tests Grenzen setzen. Wir wählen vor allem nach Marktbedeutung aus. Mit überregionalen Produkten sprechen wir zudem viele Leserinnen und Leser an. Weitere Informationen zur Markauswahl finden Sie in unserem Kommentar vom 16.3.2022.

Rudi1111 am 16.03.2022 um 20:54 Uhr
Es gibt noch viel mehr Apfelsäfte ...

Wie so oft bin ich enttäuscht, wenn ich mir die Auswahl der getesteten Produkte bei Stiftung Warentest anschaue. Und immer wieder fragen Leser und Leserinnen nach diesem und jenem Produkt und immer wieder muss Stiftung Warentest in den Kommentaren klären, warum Produkt xy jetzt nicht getestet wurde. Schreiben Sie es doch einfach in den Kasten "Das bietet der Apfelsaft-Test...": "Wir testen nur eine bundesweit erhältliche Auswahl an Apfelsäften bestimmter Marken..." und so weiter. Aber schreiben Sie doch bitte auch mal dazu, dass es noch sehr viel mehr sehr gute regionale Anbieter gibt und die Leute vielleicht auch erst mal dort probieren und sich ihre eigene Meinung bilden sollen. Stattdessen treibt Stiftung Warentest den unfair handelnden Discountern immer noch mehr Kunden in die Arme und wirkt so aktiv an der Zerstörung der Vielfalt mit ...

Profilbild Stiftung_Warentest am 16.03.2022 um 10:19 Uhr
Marktauswahl

@StephanBramsche: Vielen Dank für Ihre Anfrage. Es ist leider ein Grundproblem unserer Testarbeit, dass wir in unseren Untersuchungen nicht alle am Markt erhältlichen Produkte prüfen können. Mit diesem Dilemma müssen wir und leider auch unsere Leser leben. Jedem Test geht eine Marktauswahl voraus. Die Stiftung Warentest wählt die Produkte für ihre Tests deutschlandweit aus, sie sollen möglichst überregional erhältlich sein. Dabei legen wir großen Wert darauf, dass möglichst viele Leser einen Nutzen für ihre Kaufentscheidung aus unseren Testergebnissen ziehen können. Wir wählten überwiegend Produkte unterschiedlicher Verpackungsarten aus. Da unsere Untersuchungen sehr kostspielig sind, ist die Anzahl der Testplätze begrenzt. Bei der Produktauswahl sind daher die Verkaufshäufigkeit und Marktbedeutung ein wichtiges Auswahlkriterium. Ausnahmen bilden Bioprodukte. Hier weichen wir von diesem Prinzip ab. Ihr Marktanteil ist im Vergleich zu konventionellen Erzeugnissen oft gering, doch das Interesse unserer Leser an ihrer Qualitätsbeurteilung groß. Deshalb wählen wir für unsere Tests auch immer Bioprodukte aus.