Apfelsaft Meldung

Naturtrüber Apfelsaft tut mehr für die Gesundheit als klarer. Das legen neue Untersuchungen nahe. Besonders günstig: Saft von Mostäpfeln.

Polyphenole schützen: Naturtrüber Apfelsaft enthält mindestens 30 Prozent mehr Polyphenole als klarer, zeigte jetzt eine Studie der Forschungsanstalt Geisenheim. Polyphenole können helfen, freie Radikale im Körper unschädlich zu machen und so Krebs oder Herzerkrankungen vorzubeugen. In Äpfeln befinden sich die sekundären Pflanzenstoffe im Wesentlichen in der Schale sowie direkt darunter. Sie schützen dort das empfindliche Fruchtgewebe vor Verderb.

Sorte entscheidet: Wie viele Polyphenole ein Saft enthält, hängt auch von der Apfelsorte ab. Spitzengehalte finden sich in trüben Säften von stark säurehaltigen Mostäpfeln, wie sie vorwiegend auf Streuobstwiesen wachsen. In puncto Gesundheitsschutz ist mancher dieser Säfte – etwa von den Sorten Bittenfelder und Bohnapfel – dem Rotwein überlegen, so die Geisenheimer Wissenschaftler. Außerdem enthalten Mostäpfelsäfte im Schnitt fünfmal mehr Polyphenole als Säfte aus Tafeläpfeln (wie Golden Delicious, Cox Orange, Topaz).

Nicht frisch gepresst: Abgesehen von Streuobstwiesen- und Kleinkeltereiprodukten wird naturtrüber Apfelsaft oft genauso stark behandelt wie klarer. Aber auch hier sind die Trubstoffe noch wertvoll. Doch kein Saft kann einen ganzen Apfel ersetzen. Nur der enthält genug Ballaststoffe, um etwa die Cholesterinwerte günstig zu beeinflussen.

Schorle als Durstlöscher: Als Durstlöscher eignet sich Apfelsaft wegen des vielen fruchteigenen Zuckers nicht, ein Glas (0,2 Liter) liefert bis zu 110 Kilokalorien. Leichter sind Schorlen, die mindestens zur Hälfte aus Wasser bestehen.

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