Streuobstwiese: Alte Sorten neu belebt

„Apfelsaft aus Streuobstanbau“ steht auf manchem Produkt. Was heißt das eigentlich? Früher kannte jeder Streuobstwiesen, man fand sie in der Nähe vieler Ortschaften. Seit den 1960ern sind sie seltener geworden – und mit ihnen alte Obstsorten, etwa Mostäpfel wie Jakob Lebel, sowie Tier- und Pflanzenarten. Der Naturschutzbund Deutschland, Pomologenvereine und lokale Fördervereine stärken sie inzwischen wieder.

Hochstämmig. Streuobstwiesen werden traditionell bewirtschaftet. Das heißt, anders als auf Plantagen wachsen hier noch hochstämmige Bäume unterschiedlichen Alters, verschiedene Baumarten und Obstsorten. Zirka 3 000 alte Obstsorten werden auf deutschen Streuobstwiesen angebaut. Synthetische Pestizide oder Düngemittel sind tabu.

Artenreich. Streuobstwiesen sind wahre Biotope und für über 5 000 Tier- und Pflanzenarten ein wichtiger Lebensraum. Vor allem Vögel und Insekten sind hier zuhause.

Verarbeitet. Neben Äpfeln werden auch Birnen, Kirschen und Pflaumen angebaut, je nach Sorte zu Saft, Most, Cidre oder zu Schnaps verarbeitet. Die Wiese dient auch der Imkerei oder als Weide fürs Vieh.

Tipp: September ist Erntezeit. Bringen Sie selbst Äpfel zur Mosterei, sortieren Sie angefaulte vorher aus.

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